Dunkles Titelbild mit der Aufschrift Landingpage erstellen, die wirkt, und dem BusinessBoost One Schild

Landingpage erstellen: Aufbau, Anleitung und Beispiele

August 05, 2026

Eine Landingpage hat genau eine Aufgabe: Sie soll Besucher zu einer einzigen Handlung bringen. Termin buchen, Newsletter abonnieren, Test starten, Unterlagen anfordern. Sonst nichts.

Genau daran scheitern die meisten Seiten. Sie wollen gleichzeitig informieren, das Unternehmen vorstellen, zum Blog führen und nebenbei verkaufen. Am Ende tut der Besucher nichts davon.

In dieser Anleitung liest du, wie eine Landing Page aufgebaut ist, wie du Schritt für Schritt zu deiner ersten kommst, woran du gute Beispiele erkennst und welche Fehler dich Anfragen kosten.

Was eine Landingpage von einer normalen Seite unterscheidet

Der Unterschied ist nicht das Aussehen, sondern die Absicht.

Deine Startseite ist ein Empfangsbereich. Sie zeigt, wer du bist, und lässt den Besucher weitergehen, wohin er will. Eine Landingpage ist ein Gang mit einer Tür am Ende. Sie beantwortet eine Frage und bietet einen nächsten Schritt an.

Daraus folgt die wichtigste Regel: Auf einer Landingpage gehört keine Navigation. Kein Menü, keine Fußzeilen-Links zu zwanzig Unterseiten. Jeder zusätzliche Weg ist ein Weg vom Ziel weg.

Zur Schreibweise: „Landingpage" und „Landing Page" meinen dasselbe. Im Deutschen setzt sich die zusammengeschriebene Form durch, gebräuchlich sind beide.

Der Aufbau: sieben Bausteine von oben nach unten

Dieser Aufbau funktioniert für Erstgespräche genauso wie für Kursverkäufe. Die Reihenfolge ist kein Zufall, sie folgt den Fragen, die ein Besucher in genau dieser Abfolge stellt.

1. Eine Aussage ganz oben

Der Besucher entscheidet in wenigen Sekunden, ob er bleibt. Deine Überschrift muss deshalb sagen, was er bekommt und für wen es gedacht ist. Nicht „Willkommen bei Muster und Partner", sondern „Buchhaltung für Einzelunternehmerinnen, ohne dass du Belege sortierst".

2. Ein Satz, der die Überschrift belegt

Direkt darunter kommt der Beweis oder die Einordnung. Wie läuft es ab, was kostet es, wie lange dauert es. Ein Satz, nicht drei Absätze.

3. Ein Bild, das zur Sache gehört

Zeig das Produkt, den Ablauf oder dich selbst. Ein Foto von dir schlägt jedes gekaufte Stockbild mit lachenden Fremden im Großraumbüro. Menschen kaufen bei Menschen.

4. Der Nutzen in drei Punkten

Nicht Merkmale, sondern was der Besucher davon hat. „Unbegrenzte Kontakte" ist ein Merkmal. „Du musst nie wieder Listen zwischen zwei Werkzeugen abgleichen" ist ein Nutzen.

5. Vertrauen

Kundenstimmen mit Namen und Gesicht, Zahlen, die du belegen kannst, Logos von Partnern. Wichtig: Nur, was stimmt. Eine erfundene Bewertung fliegt schneller auf, als sie nützt.

6. Die zwei bis drei Einwände, die wirklich kommen

Du kennst sie aus jedem Gespräch. Zu teuer, zu kompliziert, keine Zeit. Schreib sie hin und beantworte sie. Wer sie erst im Kopf des Besuchers stehen lässt, verliert ihn stumm.

7. Ein einziger Handlungsaufruf

Ein Knopf, eine Beschriftung, mehrfach wiederholt auf der Seite. „Termin buchen" ist gut. „Mehr erfahren" ist ein Ausweichmanöver. Und beschrifte den Knopf aus Sicht des Besuchers: „Ich will einen Termin" wirkt anders als „Absenden".

Schritt für Schritt zur ersten Landingpage

  1. Ziel festlegen. Eine einzige Handlung. Schreib sie auf, bevor du irgendetwas baust. Wenn du zwei Ziele hast, brauchst du zwei Seiten.
  2. Den Moment verstehen. Woher kommt der Besucher, was hat er direkt davor gesehen? Wer aus einer Anzeige über Buchhaltung kommt, will auf der Seite genau davon lesen, nicht von deinem gesamten Angebot.
  3. Text zuerst schreiben, Design danach. Das ist der Punkt, an dem die meisten es umdrehen und dann wochenlang Farben schieben. Schreib die sieben Bausteine als schlichte Liste in ein leeres Dokument. Wenn der Text ohne Gestaltung überzeugt, überzeugt er mit erst recht.
  4. Bauen. Nimm eine Vorlage und ändere die Inhalte. Fang nicht mit einer leeren Seite an.
  5. Am Handy prüfen. Der größere Teil deiner Besucher kommt vom Telefon. Ruf die Seite dort auf und geh sie durch, bevor du sie irgendwo verlinkst.
  6. Eine Sache messen und nachschärfen. Wie viele Besucher, wie viele Anfragen. Ändere dann jeweils nur eine Sache, sonst weißt du nachher nicht, was gewirkt hat.

Landingpage-Beispiele: drei Typen, die tragen

Statt fremde Seiten zu zeigen, die morgen anders aussehen, hier die drei Muster, die in der Praxis am häufigsten funktionieren, mit ihrem jeweiligen Aufbau.

Beispiel 1: Die Erstgespräch-Seite

Ziel ist ein gebuchter Termin. Aufbau: Überschrift mit dem Ergebnis des Gesprächs, darunter was in den 30 Minuten passiert, dann ein Foto der Person, mit der gesprochen wird. Danach drei Punkte, was der Besucher mitnimmt, zwei Kundenstimmen, die Einwand-Sektion („Wird mir da etwas verkauft?"), und der Kalender direkt auf der Seite. Wichtig: Der Kalender gehört auf die Seite, nicht hinter einen weiteren Klick.

Beispiel 2: Die Lead-Magnet-Seite

Ziel ist eine E-Mail-Adresse gegen etwas Nützliches. Aufbau: Überschrift mit dem konkreten Problem, ein Bild der Unterlage, drei Punkte was drinsteht, ein Formular mit maximal zwei Feldern. Jedes zusätzliche Feld kostet Anmeldungen. Wenn du die Telefonnummer wirklich brauchst, frag sie später.

Beispiel 3: Die Angebotsseite

Ziel ist ein Kauf. Aufbau: Überschrift mit dem Ergebnis, Video oder Bildstrecke, ausführliche Nutzen-Sektion, Preis offen genannt, häufige Fragen direkt darunter, Garantie oder Testzeitraum, dann der Kaufknopf. Den Preis zu verstecken kostet dich die Leute, die ihn sich leisten könnten, und bringt dir Gespräche mit denen, die es nicht können.

Wenn du sehen willst, wie das bei uns aussieht: unsere Erstgespräch-Seite ist nach Muster 1 gebaut, die Seite zum kostenlosen Testen nach Muster 3.

Die Fehler, die am meisten kosten

  • Mehrere Ziele auf einer Seite. Der häufigste und teuerste Fehler. Eine Seite, eine Handlung.
  • Navigation stehen lassen. Du hast den Besucher mit Mühe hergebracht und gibst ihm dann zwölf Auswege.
  • Zu langes Formular. Frag nur, was du für den nächsten Schritt wirklich brauchst.
  • Kein Beweis. Behauptungen ohne Beleg liest jeder als Werbung und überspringt sie.
  • Am Handy nicht geprüft. Was am großen Bildschirm luftig wirkt, ist am Telefon oft eine endlose Rutschbahn bis zum Knopf.
  • Zu schwere Bilder. Ein unkomprimiertes Foto verlängert die Ladezeit spürbar. Speicher Bilder als WebP, das ist deutlich kleiner als PNG bei gleichem Aussehen.

Selbst bauen oder Landingpage erstellen lassen?

Beides ist legitim, es kommt auf deine Lage an.

Bau selbst, wenn du regelmäßig neue Seiten brauchst, etwa für jede Aktion eine eigene. Dann willst du nicht jedes Mal jemanden beauftragen und auf Termine warten. Der Aufbau oben ist in ein bis zwei Stunden umgesetzt, sobald du ihn einmal kennst.

Lass es erstellen, wenn du die erste Seite baust und nicht weißt, ob dein Text trägt. Der Nutzen liegt dann weniger im Bauen als im Draufschauen. Wer schon hundert solcher Seiten gesehen hat, erkennt in zehn Minuten, warum deine Überschrift nicht zieht.

Bei uns ist das Teil der Begleitung und kein Zusatzposten. Wir bauen die erste Seite gemeinsam mit dir, danach machst du es selbst. Wenn du das ausprobieren willst, buch ein kostenloses Erstgespräch. Dreißig Minuten, ohne Verkaufsshow.

Womit du sie baust

Du brauchst kein eigenes Werkzeug nur für Landingpages. Sinnvoll ist es, wenn Seite, Formular, Kontaktverwaltung und Nachfass-Mails zusammenhängen. Sonst baust du die Seite an einer Stelle, sammelst die Adressen an einer zweiten und schreibst die Mails an einer dritten.

In BusinessBoost One hängt das zusammen: Du baust die Seite im Pagebuilder, das Formular schreibt direkt in deine Kontakte, und die Bestätigungsmail läuft automatisch los. Was sonst noch drin ist, steht auf der Seite Funktionen, die Tarife findest du unter Preise. Beide Pläne kannst du 30 Tage kostenlos testen.

Ob dein jetziges Werkzeug ausreicht, kannst du in zehn Minuten selbst prüfen. Dafür haben wir ein Raster mit 25 Fragen, bei dem du eine Spalte selbst ausfüllst.

Häufige Fragen

Wie lang sollte eine Landingpage sein?

So lang wie nötig, um die Fragen des Besuchers zu beantworten, und keine Zeile länger. Für ein kostenloses Erstgespräch reicht wenig, weil das Risiko klein ist. Für ein Angebot über mehrere hundert Euro brauchst du mehr, weil mehr Einwände zu klären sind. Die Länge folgt dem Preis und dem Risiko, nicht dem Geschmack.

Brauche ich für jede Anzeige eine eigene Landingpage?

Für jedes Versprechen eine. Wenn zwei Anzeigen dasselbe versprechen und dieselbe Zielgruppe ansprechen, reicht eine Seite. Sobald das Versprechen abweicht, gehört eine eigene her, sonst passt die Seite nicht zu dem, was der Besucher erwartet hat.

Was kostet es, eine Landingpage erstellen zu lassen?

Das schwankt stark, je nachdem ob nur gebaut oder auch getextet wird. Der Text ist dabei der Teil, der über das Ergebnis entscheidet. Frag deshalb immer, ob er im Preis enthalten ist. Bei uns ist die gemeinsame Einrichtung Teil der Begleitung.

Kann ich eine Landingpage unter meiner eigenen Domain betreiben?

Ja, und das solltest du auch. Seiten auf einer fremden Adresse wirken weniger vertrauenswürdig, und du zahlst mit deinem guten Namen auf ein fremdes Konto ein.

Wie messe ich, ob meine Landingpage funktioniert?

Zwei Zahlen genügen am Anfang: Wie viele Menschen waren auf der Seite und wie viele haben die gewünschte Handlung ausgeführt. Das Verhältnis der beiden ist deine Messlatte. Vergleich dich nicht mit fremden Werten aus dem Netz, sondern mit deinem eigenen Wert von letztem Monat.

Dietmar Pogatschnig

Dietmar Pogatschnig

Gründer von BusinessBoost One. Ich helfe Selbstständigen und kleinen Unternehmen dabei, ihr Marketing auf eine Plattform zu bringen, statt fünf Werkzeuge nebeneinander zu bezahlen.

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