
Landingpage erstellen: Anleitung in 7 Schritten (mit Vorlagen und Tools)
Du schaltest Werbung, postest auf Social Media oder verschickst einen Newsletter, und die Besucher landen auf deiner Startseite? Dann verschenkst du wahrscheinlich die Hälfte deiner potenziellen Kunden. Die Startseite will alles gleichzeitig erzählen. Eine Landingpage hat dagegen ein einziges Ziel: Besucher sollen genau eine Handlung ausführen.
In diesem Leitfaden zeigen wir dir, wie du eine Landingpage erstellen kannst, die wirklich konvertiert. Du erfährst, wie eine gute Landingpage aufgebaut ist, welche Tools es gibt, was die Erstellung kostet und welche Fehler du vermeiden solltest. Du brauchst dafür kein Webdesign-Studium und keine Programmierung.

Was ist eine Landingpage?
Eine Landingpage, auch Landing Page oder Zielseite genannt, ist eine eigenständige Webseite, auf der Besucher nach einem Klick auf eine Anzeige, einen Link oder einen Button landen. Der Begriff Landingpage beschreibt also den Ort der Landung. Im Online-Marketing meint man damit eine Seite, die für eine bestimmte Kampagne, ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung gebaut wurde.
Typische Ziele einer Landingpage sind:
- Kontaktdaten sammeln, zum Beispiel für einen Newsletter mit einer Checkliste als Dankeschön
- ein unverbindliches Erstgespräch vereinbaren lassen
- ein Webinar oder eine Veranstaltung bewerben
- ein Produkt oder einen Onlinekurs verkaufen
Der Unterschied zwischen einer normalen Webseite und einer Landingpage
Die Startseite deiner Website ist wie das Schaufenster eines Geschäfts: Sie zeigt alles, was du anbietest, hat eine Navigation mit vielen Menüpunkten und spricht unterschiedliche Besucher an. Eine Landingpage ist dagegen wie ein Verkaufsgespräch mit genau einem Thema. Es gibt meist keine Navigation, keine Ablenkung und nur einen Call-to-Action.
Genau das macht den Unterschied in der Conversion-Rate. Die Conversion-Rate zeigt, wie viel Prozent der Besucher die gewünschte Handlung ausführen. Auf einer Startseite liegt sie oft bei ein bis zwei Prozent. Eine gute Landingpage schafft je nach Angebot fünf, zehn oder mehr Prozent.
Warum du für deine Kampagne eine eigene Landingpage brauchst
Stell dir vor, du verbrennst täglich 100 Euro in Google Ads und leitest die Nutzer auf deine Startseite. Die Besucher suchen nach dem Angebot aus der Anzeige, finden es nicht sofort, scrollen kurz und sind wieder weg. Mit einer eigenen Landingpage passiert das nicht: Überschrift, Text und Formular passen genau zur Anzeige.
Die wichtigsten Vorteile einer eigenen Landingpage:
- Mehr Leads aus demselben Budget: Weil Besucher sofort finden, was sie erwartet haben.
- Messbarkeit: Du siehst genau, wie viele Besucher aus welcher Kampagne konvertieren.
- Zielgruppe gezielt ansprechen: Für jede Zielgruppe kannst du eine eigene Landingpage mit passender Sprache erstellen.
- Schnell testen: Neue Angebote kannst du mit einer Landingpage testen, bevor du deine ganze Website umbaust.
Anatomie einer Landingpage: Diese Elemente gehören auf jede Seite
Eine professionelle Landingpage folgt einem bewährten Aufbau. Du musst das Rad nicht neu erfinden. Diese Elemente sind entscheidend:
1. Eine klare Überschrift
Die Überschrift ist das Erste, was Besucher sehen. Sie muss in wenigen Sekunden sagen, was der Besucher bekommt und warum es für ihn relevant ist. Schreib den Nutzen, nicht die Funktion: „In 30 Tagen zu deinen ersten zehn Kundenanfragen“ wirkt stärker als „Unser Marketing-Coaching“.
2. Ein Bild oder Video
Ein ansprechendes Bild oder ein kurzes Video zeigt das Angebot oder dich als Person. Gerade für Coaches und Dienstleister schafft ein persönliches Video sofort Vertrauen.
3. Der Nutzen in wenigen Punkten
Fasse in drei bis fünf Punkten zusammen, was der Besucher konkret davon hat. Wichtige Informationen gehören nach oben, Details weiter unten für alle, die weiter scrollen.
4. Ein einziger Call-to-Action
Der Call-to-Action, kurz CTA, ist der Button, auf den alles hinführt: „Jetzt Termin buchen“, „Impulse abonnieren und Checkliste erhalten“, „Platz sichern“. Verwende nur ein Ziel pro Seite. Du kannst den Button mehrmals einbauen, aber immer mit derselben Handlung.
5. Ein kurzes Formular
Frag nur ab, was du wirklich brauchst. Ein unnötig langes Formular macht keinen Sinn: Wofür brauchst du die Adresse, wenn du nur eine Checkliste per E-Mail schickst? Name und E-Mail reichen für den Anfang meistens.
Fragst du für eine Checkliste die E-Mail-Adresse ab, sag offen, dass damit ein Newsletter verbunden ist. Bewirb das Dankeschön dann nicht als „kostenlos“: Wer mit seinen Daten bezahlt, bekommt es rechtlich gesehen nicht umsonst. Dazu gehören ein eigenes, nicht vorausgewähltes Häkchen für die Einwilligung und eine Bestätigungs-Mail (Double-Opt-in).
6. Social Proof und Testimonials
Hast du bereits Kunden, die von deinem Produkt oder deiner Dienstleistung überzeugt sind? Dann zeig es. Testimonials, Bewertungen, Logos oder Zahlen schaffen Vertrauen und senken die Hemmschwelle.
7. FAQs
Beantworte die häufigsten Einwände direkt auf der Seite: Was kostet es? Wie lange dauert es? Was passiert nach der Anmeldung? Ein kurzer FAQ-Block nimmt Unsicherheit.
8. Keine Navigation
Entferne das Hauptmenü. Jeder zusätzliche Link ist ein Ausgang, durch den Besucher die Seite verlassen, ohne zu konvertieren. Nur Impressum und Datenschutz bleiben im Fußbereich.
Landingpage erstellen in 7 Schritten
So gehst du bei der Erstellung einer Landingpage vor:
- Ziel festlegen: Was genau soll der Besucher tun? Newsletter, Termin, Kauf? Nur ein einziges Ziel.
- Zielgruppe definieren: Für wen ist die Seite? Welches Problem hat diese Person, und welche Worte verwendet sie selbst?
- Angebot formulieren: Gib einen echten Mehrwert. Eine Checkliste, ein Erstgespräch oder ein Rabatt muss für die Zielgruppe attraktiv sein.
- Tool und Vorlage wählen: Wähle eine Vorlage, die zu deinem Ziel passt, und passe sie an dein Design an.
- Texte schreiben: Überschrift, Nutzen, CTA, Testimonials, FAQs. Schreib so, wie du mit einem Kunden sprechen würdest.
- Formular und Automatisierung verbinden: Was passiert nach dem Absenden? Der Kontakt sollte automatisch in deinem CRM landen und eine Bestätigung per E-Mail bekommen.
- Testen und optimieren: Prüf die Seite am Handy, miss die Conversion-Rate und teste Varianten von Überschrift oder Button.
Tools: Womit kann ich eine Landingpage erstellen?
Es gibt viele Tools, mit denen du ohne Programmierung eine eigene Landingpage erstellen kannst. Die wichtigsten Varianten:
WordPress mit Page Builder
Wenn deine Website auf WordPress läuft, kannst du mit dem Block-Editor Gutenberg oder mit Plug-ins wie Elementor oder SeedProd Landingpages bauen. Das ist flexibel, braucht aber Pflege: Updates, Sicherheit und Ladezeit liegen in deiner Verantwortung.
Website-Baukästen
Baukästen wie Wix oder Tilda bieten vorgefertigte Vorlagen und einen einfachen Editor. Für eine schnelle Landingpage reicht das oft. Formulare, E-Mail-Marketing und CRM musst du aber meist mit anderen Tools verbinden.
Funnel Builder
Ein Funnel Builder ist auf Landingpages und Verkaufsprozesse spezialisiert. Damit erstellst du nicht nur eine einzelne Seite, sondern einen ganzen Sales Funnel: Landingpage, Danke-Seite, Bestellseite und automatische E-Mails danach. Wer einen Funnel erstellen möchte, ist hier richtig.
All-in-One-Plattformen
All-in-One-Lösungen wie BusinessBoost One verbinden Landingpage, Formular, CRM, E-Mail-Marketing, Terminbuchung und Automatisierung in einem Tool. Der Vorteil: Ein neuer Lead landet automatisch im CRM, bekommt die passende E-Mail und kann direkt einen Termin buchen, ohne dass du verschiedene Tools verbinden musst. Für Selbstständige und kleine Unternehmen spart das viel Zeit. Welche Lösung zu dir passt, zeigt unser CRM-Vergleich für kleine Unternehmen. Ob dein jetziges Werkzeug reicht, prüfst du mit unserem Raster mit 25 Fragen.
Was kostet die Erstellung einer Landingpage?
Die Kosten hängen davon ab, ob du die Landingpage selbst erstellst oder erstellen lassen möchtest:
- Kostenlos: Viele Tools haben eine kostenlose Version mit Einschränkungen, etwa Werbung des Anbieters, begrenzte Seiten oder keine eigene Domain.
- Selbst erstellen mit Tool: Etwa 10 bis 100 Euro im Monat, je nach Tool und Funktionsumfang.
- Landingpage erstellen lassen: Bei einer Agentur oder einem Freelancer zahlst du je nach Umfang einige hundert bis mehrere tausend Euro.
Rechne nicht nur die Seite, sondern auch alles danach: Formular, E-Mail-Tool, CRM und Terminbuchung. Eine Landingpage ohne Nachfassen bringt Kontakte, aber selten Kunden.
Kann ich eine Landingpage kostenlos erstellen?
Ja, für erste Tests geht das. Für ein professionelles Auftreten empfehlen wir aber eine eigene Domain, ein Formular mit sauberer Einwilligung und Datenschutzhinweis und eine Verbindung zu deinem E-Mail-Marketing. Das ist in kostenlosen Versionen oft nicht enthalten.
Landingpage und SEO: Wird meine Seite bei Google gefunden?
Die meisten Landingpages bekommen Besucher über Werbung, Social Media oder Newsletter. Du kannst eine Landingpage aber auch für Suchmaschinen optimieren. Dafür braucht sie ein klares Keyword, eine passende Überschrift, genug Inhalt mit Mehrwert und eine kurze Ladezeit. Achte auf die Core Web Vitals, also Ladegeschwindigkeit und Nutzererfahrung, denn sie sind für SEO und Conversion gleichermaßen entscheidend.
Wichtig: Eine organisch gut rankende Seite braucht meist mehr Text als eine reine Kampagnenseite. Überlege dir vorher, ob die Seite vor allem über Google Ads oder über die organische Suche Besucher bekommen soll.
Die häufigsten Fehler beim Erstellen einer Landingpage
- Mehrere Ziele auf einer Seite: Newsletter, Shop, Blog und Kontakt gleichzeitig verwirren Besucher.
- Unklare Überschrift: Wenn Besucher nicht in drei Sekunden verstehen, worum es geht, sind sie weg.
- Zu langes Formular: Jedes Feld kostet Anmeldungen.
- Nicht für das Handy optimiert: Ein Großteil der Besucher kommt mobil. Buttons müssen groß genug sein, Texte gut lesbar.
- Kein Nachfassen: Der Lead ist da, aber es passiert nichts. Verbinde die Landingpage immer mit automatischen E-Mails. Wie das Nachfassen als System funktioniert, liest du im Leitfaden zur Lead-Generierung.
- Nicht messen: Ohne Zahlen weißt du nicht, ob deine Optimierung funktioniert. Nutze Analytics oder die Statistiken deines Tools.
FAQs zum Thema Landingpage erstellen
Was ist der Unterschied zwischen Homepage und Landingpage?
Die Homepage stellt dein ganzes Unternehmen vor und hat viele Ziele. Eine Landingpage hat genau ein Ziel und ist meist für eine bestimmte Kampagne oder ein bestimmtes Angebot gebaut.
Wie baut man eine perfekte Landingpage auf?
Mit einer klaren Überschrift, einem Bild oder Video, dem Nutzen in wenigen Punkten, einem einzigen Call-to-Action, einem kurzen Formular, Testimonials und FAQs. Die Navigation lässt du weg.
Wie lange dauert es, eine Landingpage zu erstellen?
Mit einer guten Vorlage und einem intuitiven Editor schaffst du eine einfache Landingpage an einem Nachmittag. Die meiste Zeit brauchst du für gute Texte, nicht für die Technik.
Brauche ich für eine Landingpage eine eigene Website?
Nein. Viele Tools ermöglichen es, eine Landingpage ohne Website zu erstellen, entweder auf einer Subdomain des Anbieters oder auf deiner eigenen Domain.
Fazit: Bist du bereit für deine eigene Landingpage?
Eine Landingpage zu erstellen ist heute keine Frage der Technik mehr, sondern eine Frage der Klarheit: Ein Ziel, eine Zielgruppe, ein Angebot. Wenn du die Elemente aus diesem Leitfaden umsetzt, hast du eine Seite, die Besucher in Leads verwandelt.
Wenn du Landingpage, Formular, CRM und automatische E-Mails nicht aus fünf Tools zusammenbauen möchtest, probier BusinessBoost One aus. Du startest mit fertigen Vorlagen, und in unseren Live-Calls zeigen wir dir, wie du deine erste Landingpage erstellst und mit deinem Funnel verbindest.
